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Ruedi Wenger privat

Am 5. Juli 1945 wurde ich als Sohn von Maurice + Rösly Wenger-Jenzer in Basel geboren. Meine Kindheit und Jugend habe ich im Spalenquartier verbracht. Als Sohn eines Carrossiers war schon damals Mobilität gross geschrieben. Nach dem Dreirad-Kindervelo machte ich das Trottoir mit meinem Trotinette unsicher.

Als ich gross genug war, erhielt ich das englische Velo von meinem Vater. An einem freien Mittwochnachmittag fuhr ich mit einem Schulkamerad damit auf den Flugplatz. Als wir endlich beim Hangar waren, war ein Pilot daran, sein kleines Piper - Flugzeug startklar zu machen. Wir gingen um den Zaun zu ihm und da mein Kamerad schon mit seinem Onkel geflogen ist, habe ich ihn gefragt, ob er mich auf seinem Flug mitnehmen würde? Was sagen deine Eltern dazu, war seine Rückfrage. Als ich ihm versichert habe, dass die bestimmt nichts einzuwenden haben, durfte ich aus Gewichtsgründen vor dem Piloten Platz nehmen und wir starteten zu einem einstündigen Rundflug über den Jura, Olten, den Schwarzwald und zurück. Meine Eltern waren ein wenig erstaunt über mein nicht alltägliches Abenteuer.

Ruedi Wenger mit Familie
Ruedi Wenger mit Familie

Mobilität in verschiedenen Bereichen hat mich immer fasziniert. Schöne Wanderungen oder Velofahrten auf sicheren Velorouten durch eine ansprechende natürliche Gegen ist eine schöne Erholung vom Alltag. Autos in allen Variationen bewege ich gerne technisch perfekt, auf den Strassen mit der notwendigen Vorsicht auf die Mitbenützer oder gerne einmal im Jahr auf einer abgesperrten Rennstrecke. Technik ist faszinierend, wenn man sie sicher beherrscht. Dies braucht Übung, die man sich am Besten nicht auf öffentlichen Strassen aneignet. Im firmeneigenen Carrosserie-Areal habe ich schon früh gelernt Autos zu bewegen.

Savos Schatzalp 1995
Oldtimer Bergrennen, Davos Schatzalp 1995

Als ich 12 war, liess uns Papi im Geschäftshof im VW warten. Ich hab mich ans Steuer gesetzt und mit Mama und meiner Schwester als Mitfahrer den Wagen gestartet, beschleunigt und hinten im Hof ganz rechts angeschnitten, zur Linkskurve voll eingeschlagen und wieder nach vorne beschleunigt. Im vorderen Hofteil war mehr Platz zum wenden. Ich beschleunigte erneut in den hinteren Hofteil, bin wieder rechts nahe an die Werkstatt-Tore gefahren und habe wie zuvor mit einer Linkskurve im Hof gedreht. Leider war ich diesmal entweder schneller oder habe zu wenig schnell am Steuerrad gedreht. Es hat nicht mehr ganz gereicht und der Kotflügel vorne rechts hat am Garagetor touchiert. Meine erste selbstfabrizierte Beule, -und der Kommentar meiner Mitfahrerinnen war sehr fachmännisch, - oder fachfrauisch

Am 18. Geburtstag habe ich mich zur Autofahrprüfung angemeldet, welche ich eine Woche später absolvieren durfte. Die Fahrprüfung für schwere Lastwagen, bis zum 40-Tönner, habe ich ein Jahr später als 19-jähriger absolviert. Viel Fahr-Übung mit Lastwagen erhielt ich als Motorfahrer im Militärdienst.

Durch meine Auslandaufenthalte habe ich viel Fahrpraxis erhalten. Zu dieser Zeit habe ich öfters an Autorennen teilgenommen, ein Hobby, welches schon mein Vater 10 Jahre lang mit Erfolg gefrönt hat. Durch die Bekanntschaft mit meiner Frau habe ich von den modernen zu historischen Autos gewechselt, da bei Veranstaltungen mit historischen Fahrzeugen der Partner auch mitfahren und besser am Event teilhaben kann. So hat mich „Mobilität“ in den verschiedenen Arten bis heute fasziniert.

Ruedi Wenger mit Chantal
An einer Oldtimer Rallye mit Ehefrau Chantal

Nach der Primar- und Realschule habe ich in Neuchâtel in einem Institut mit 200 Mitschülern nicht nur französisch gelernt. Kameradschaft, viel Sport aber auch das erlernen der diversen Handelsfächer war angesagt.

In der väterlichen Carrosserie Firma habe ich später Fahrzeugschlosser gelernt. Der Umgang mit den verschiedenen Werkstoffen und vor allem die Konstruktionen, welche wir auf die angelieferten Fahrgestelle aufbauten, haben mich begeistert.

Bei Sprachaufenthalten in Turin und Florenz habe ich die meisten grossen italienischen Carrossier besucht. Einen Job erhielt ich als Schweizer Carrossier in Italien nicht. Sie fürchteten Konkurrenz nach der Einsichtnahme in ihre Techniken. Darauf habe ich mich in Deutschland, in der Meisterschule in Kaiserslautern, zum Carrosserie-Techniker ausbilden lassen, da es in der Schweiz keine vergleichbare Ausbildung gibt. Auch die Meisterprüfung konnte ich in dieser Zeit mit Erfolg abschliessen

Familie mit Eltern
Die Wenger Familie mit Eltern

Zurück im „Spalenquartier“ und in der Firma WENGER, Carrosserie/Fahrzeugbau habe ich die Entwicklung dieser Firma in der 3. Generation über ca. 30 Jahre mitgeprägt: zur Website von Wenger Carrosserie/Fahrzeugbau

Meine Kenntnisse habe ich im VSCI Carrosserie Verband und seiner Sektion Nordwestschweiz VSCI-CSN eingebracht und über 30 Jahre als Präsident deren Entwicklung mitgeprägt: zur Website des Carrosserie-Verbands

Durch Beruf + Hobby hatte ich früh mit Alternativ-Antrieben Kontakt. Die ersten Autos um 1900 hatten Dampf-, Elektro-, Hybridantrieb (Lohner Porsche) neben den Gasmotoren betrieben mit Benzin. Diese Entwicklung verfolge ich heute noch mit Interesse. Im Leichtbau-Fahrzeug steckt die Zukunft, - schön wäre Dampfantrieb. Unsere Familienautos werden konsequent umweltfreundlicher, nach dem 5 Liter Monteverdi 1982 kam ein 3 Liter Irmscher Senator und heute ein 2 Liter Audi.

1971 habe ich meine Frau Chantal geheiratet. Unsere zwei Söhne haben die Fachhochschule für Wirtschaft absolviert. Der ältere lässt sich weiterbilden als eidgenössischer Wirtschaftsprüfer. Der jüngere Sohn leitet seit seiner Rückkehr von seinem Technikums-Aufenthalt in Fulda die Fahrzeugbauabteilung unserer Firma WENGER Carrosserie/Fahrzeugbau an der Klingentalstrasse 77 in 4057 Basel

Dank meiner Frau Chantal sind alle Familienmitglieder sowohl Bürger der Schweiz wie auch von Frankreich (EU). Wir haben Wohnsitz in CH - 4125 Riehen und in F-68150 Ribeauvillé.

Portrait Ruedi Wenger

 

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