Mobilität / Verkehr / Umweltschutz - meine Meinung
Mobilität ist ein Menschenrecht
Auch in der Schweiz ist die Art der Mobilität frei
Einschränkungen ergeben sich durch Engpässe in Verkehrssystemen, Umweltschutzgedanken, Einwirkung von gesundheitsschädigenden Faktoren,
die Verfügbarkeit von Rohstoffen, etc..
Ich unterstütze ein vernünftiges Nebeneinander von öffentlichem Verkehr und Individualverkehr, im Bewusstsein dass vor allem der IV den ÖV finanziert und dass wir volkswirtschaftlich keine Alternativen haben - denn nur die dummen Bauern schlachten ihre Milchkuh.
Zudem darf nicht vergessen werden, dass die ganze Feinverteilung unserer Waren im täglichen Bedarf mit dem Nutzfahrzeug erfolgt, dazu gibt es bis heute keine Alternativen. Auch diese brauchen Zufahrten bis zu jedem Laden in der Stadt wie auf dem Land.
- Ausbau des ÖV im Stadt- und Vorstadtbereich.
- Ausbau des ÖV zwischen grossen Städten wo sinnvoll, der Bedarf gesichert und der wirtschaftliche Nutzen stimmt.
- Pflege des Langsamverkehrs mit sicheren Velorouten, am Besten auf eigenem Wegteil, getrennt von der Fahrbahn des Durchgangsverkehrs.
- Verlagerung des Fern-Güterverkehrs auf die Bahn von Grenze zu Grenze. Die Kosten sollen dem Aufwand angepasst werden. Heute bezahlt der CH-Steuerzahler Fr. 700.- an jede Transitfahrt eines EU-Lastwagen per Bahn, - neue Verhandlungen wären angezeigt
- Suche von Lösungen für den inländischen Gütertransport, da der Bahntransport bei Distanzen unter 200 km selten wirtschaftlich ist. Trotz grosser Anstrengungen und hohen Abgaben auf die Nutzfahrzeug-Transporte ist bis heute keine Verlagerung von der Strasse auf die Schiene erfolgt.
Umweltschutz
Wir kennen die negativen Auswirkungen der Klimaerwärmung und Feinstaubbelastung. Handeln ist angesagt - es bleibt noch viel zu tun.
Vor allem soll die Politik so ehrlich sein, die Verursacher beim Namen zu nennen, und dann Lösungen zu suchen. Die heute durch alle Parteien praktizierte Politik ist eine Schuldzuweisung an kleine Gruppen mit dem Individualverkehr. Der grösste Teil der Mit-Verursacher wird ausgeklammert. Ohne der Lösungssuche bei allen Problemstellen bekommen wir unsere Klima- und Umweltprobleme nicht in den Griff. Dafür ist die Problematik zu komplex.
Thema Sun-21 vom 19.2.2008 MUBA - Messe Basel
- der Luftverkehr wird von der Diskussion ausgeklammert - warum?
- der Schiffsverkehr wird von der Verkehrsdiskussion ausgeklammert - warum?
Der Luftverkehr ist notwendig zur Erhaltung der Mobilität, aber warum sind hier keine Umweltschutzgedanken erwünscht? Warum ist der Treibstoffpreis da kein Thema?
Warum muss das Angebot stetig ausgebaut werden, mit grossen Werbekampagnen für Billigflüge. Mit den Kosten der täglichen Werbung könnte einiges für die Umwelt getan werden.
Der Schiffsverkehr ist eine gute Transportalternative für weite Strecken. Viele Schiffe funktionieren mit alter Technik (Schweroeldiesel) und belasten daher die Umwelt. Auch hier sollten Gesetze erstellt werden zur Effizienzsteigerung im Umweltbereich, vergleichbar mit EURO 5 bei den Lastenwagen.
Landwirtschaft
Keine Partei wagt sich an dieses Thema.
- doch der grösste Feinstaub-Anteil kommt aus der Landwirtschaft. Noch immer wird viel zu viel Gülle auf den Feldern verteilt, mit allen seinen negativen Auswirkungen.
- Im IWF-Rapport Nr.79, Frühjahr 2007 steht: Fleisch, ein teures Genussmittel, dessen Preis die Umwelt bezahlt. Die Aufzucht von Schlachtvieh für den Fleischkonsum produziert mehr Klima zerstörende Gase als der ganze weltweite Automobilverkehr!
- Auch die Gewässerverschmutzung durch Tierhaltung wird kaum thematisiert.
- Wir stellen fest, dass mit den neuen Traktoren viele Bauern Transporte ausführen, die eigentlich dem Transportgewerbe zustehen würden, welche dafür LSVA bezahlen. Die Bauern sind davon befreit und können dadurch günstiger transportieren.
Industrie
am Beispiel der Basler Carrossier
Die Carrossier hatten vor einigen Jahren folgende Auflagen: - Lärmsanierung, Minderung des Co2 Ausstosses beim Lackieren, Abfall-Entsorgung.
- Da die damaligen Lacke mit ca. 30% Lösungsmittel spritzfähig gemacht wurden, war die Auflage, diesen Anteil im Lack um 10% zu reduzieren. Dank neuen Techniken und Farben konnte dieser Lösungsmittelanteil auf unter 10% gesenkt werden. Wasser-Basislack, Grundfarben wie Pulver, welches durch Wasser spritzfähig gemacht wird, war der Lösungsansatz.
- Lärmsanierung der Gebäude mit Isolierverglasung und besser abgedichteten Türen
nicht nur gegen Schall sondern auch als Wärmeisolierung. - Sanierung der Heizanlagen durch Fernwärme oder Infrarot-Trocknung, was Energie spart und weniger Lärm fabriziert, da weniger Lüftungen anfallen. Die neuen Lacke werden nicht mehr eingebrannt, sondern als 2-Komponent forciert getrocknet mit 50°
- Ein Entsorgungskonzept, basierend auf Sortengruppen und Recycling, spart Kosten und Energie.
Branchenlösung CSN
Unterschrift der Vereinbarung am 26. September 2001
Carrosserierverband Sektion Nordwestschweiz CSN
Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft
Baudepartement des Kantons Basel-Stadt
Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn
Der VSCI Carrosserie-Verband Sektion Nordwestschweiz hat sich mit seinen Mitgliedern als einer der ersten Verbände im September 2001 mit seiner Branchenlösung über 3 Kantone Umweltschutz-Zertifiziert.
Es ist an den Kantonen, die nicht angeschlossenen Firmen und vor allem Klein- und Hobby-Handwerker nach denselben Kriterien zu kontrollieren. Im Lacksektor sind vor allem die Spraydosen mit ihren Treibgasen belastend, ihr Verkauf sollte verboten werden. Wir hätten dadurch auch weniger Spray - Schäden an den Wohnhäusern.

