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Ruedi Wenger in den Grossrat

 

Eine Meinung haben ist gut, diese politisch umzusetzen ist besser.

 

Baz.ch/forum: Frage
Warum fährt man im Basel immer weniger Velo?

Auf den meisten Basler Hauptstrassen ist das Velofahren gefährlich. Velofahrer fühlen sich nicht wohl auf der zur Verfügung gestellten Fahrfläche.

3 Beispiele:

Riehenring: Bis vor 10 Jahren eine der breitesten Strassen durch Basel, mit Platz auch für Velos. Heute, nach der Verengung der Fahrbahn, besteht keine Velospur, dabei wäre bei der Messe oder auf der Gastromeile an Stelle der gefährlichen Betonklötze genügend Platz für einen separaten Veloweg.

Birmannsgasse: Nach der Neugestaltung mit Verengung der Strasse sind Velos eingeklemmt zwischen den Fahr- und Nutzfahrzeugen oder genauer, sie geben auf der Hauptverbindungsstrasse zwischen dem Zentrum Basel und Allschwil, auch Bergauf am Stich, vor den Autos und Nutzfahrzeugen die Fahrgeschwindigkeit des Verkehrs an. Dies ist nicht die Sache jedes Velofahrers.

Flughafenkreisel: 1 Velo-Todesopfer im Kreisel vor einem Jahr. Der Neubau zeigt eine schöne separate Velospur vom Voltaplatz über die Brücke des St.Johann-Bahnhofes bis vor den Kreisel, wo die Velospur in einer Strassenverengung aufhört und die Velos ins Sandwich genommen werden. Warum trennen wir nicht den Langsamverkehr vom normalen Autoverkehr und geben den Velos eine sichere Fahrspur auch über Kreuzungen und um Kreisel, wie dies in den meisten Städten in Europa üblich ist. (also Wendekreis des Lwg. + 1,5m Platz für die Velo).
Die Velofahrer wüssten es zu danken mit mehr Präsenz.

Ruedi Wenger, CVP-BS Themenleader Verkehr

Velo-Routen Vergleich / Argumente im Kleinbasel:
Riehenring / Hammerstrasse

Ausgangslage:

1981, also vor 27 Jahren wurden in Basel die Velorouten festgelegti im Kleinbasel damals durch die Hammerstrasse. In der Zwischenzeit hat sich gerade an dieser vielbefahrenen Quartierstrasse einiges geändert, was auch mit den vielen Messen und Aktivitäten der Messe CH und des Kleinbasel zu tun hat. Die Hammerstrasse ist zwischenzeitlich eine Einbahnstrasse, im Verkehrsverbund und in der Gegenrichtung zum Claragraben. Diese Regelung funktioniert gut, eigentlich auch für Velofahrer, im normalen Einbahnverkehr. Dass gegen dieses Regime in der Einbahnstrasse zusätzlich noch Velo-Gegenverkehr eingeführt werden sollte, bringt nicht nur Gefahren für die betroffenen Velofahrer. Auch die Anwohner und Geschäfte könnten durch die neu eingeführte Velospur weder vor ihrem Haus, auf der linken Strassenseite anhalten, ein- und ausladen noch den normalen Zubringerdienst zum Hause erledigen, da bedingt durch diese Velospur striktes Fahr- und Anhalteverbot wäre. Auch das Vorsortieren bei der durch enge Platzverhältnisse schon heute prekären Einmündung von der Hammerstrasse in die Feldbergstrasse würde erschwert, vor allem für grosse Nutzfahrzeuge, wie sie heute die Anlieferungen im Quartier erledigen. Dies nicht nur für die vielen Geschäfte und Gemüseläden, sondern auch für die Grossverteiler im Kleinbasel und Festbetriebe wie die Herbstmesse auf dem Kasernenareal. Auch die Kehrichtabfuhr, die wöchentlich mehrmals diese Strasse befährt, hat Fahrzeuge mit einer Breite von 2,5m. Zählen wir dazu die Velospur in der normalen Fahrrichtung à 1,5 m + die Velospur im Gegenverkehr à 1,5m + die zweite Spur an der Kreuzung Hammerstrasse / Feldbergstrasse für Linkseinspuren und Abbiegen sind wir auf 8 m Strassen-Breite, - welche dort nicht vorhanden ist!
Das geplante Veloregime in der Hammerstrasse sieht ein Einbiegeverbot von der Feldbergstrasse in die Hammerstrasse für Velofahrer von der Messe her kommend vor, welches von den Velofahrern bestimmt nie eingehalten würde.

Unsere vorgeschlagene Alternative wäre die Veloroute über eine der damals breitesten Strassen in Basel, den Riehenring.

Velofürhrung Wettsteinbrücke
Situation Wettsteinbrücke:
Trottoir, Velostreifen und Fahrbahn sind voneinander getrennt, eine ideale Verkehrsregelung
Veloführung Riehenring
Situation Riehenring:
ohne grossen Aufwand könnte auch hier ein Veloweg gebaut werden

Veloroute Hammerstrasse:

Fahrt vom Thomi-Franck Kreisel über einen vorbildlichen Veloweg bis zur Horburgstrasse. Weiter mit auf der Strasse markierter Velospur bis zur Brombacherstrasse, - und dann?
Hinunter durch die Amerbachstrasse, - nicht markiert oder beschildert!
In die Hammerstrasse über den Bläsiring, Sperrzone mit Velodurchfahrt, weiter über die Kreuzung Oetlingerstrasse bis zur Feldbergstrasse - nicht markiert oder beschildert. Vor dieser Kreuzung, Lichtsignalanlage, hält täglich links ein Lkw (Denner) zum Abladen seiner Waren auf der Velofahrspur! (Restbr.ca.3m)
Dann führt die Fahrt durch die fragliche Zone bis zur Kreuzung Hammerstrasse - Clarastrasse, mit der Aufhebung/Verlegung der störenden Parkplätze.
Von da verläuft die geplante Veloroute über die Clarastrasse hinunter zum Claragaben neben den Tramlinien. Im Claragraben fahren die Velofahrer im normalen Einbahnverkehr wie heute zum Wettsteinplatz, - also ein „Hick-Hack“ und keine einladende, sicher Veloroute! - da könnte man gleich direkt durch den Claragraben fahren.

Variante neu ausgebaute Veloroute Riehenring:

Fahrt vom Thomi-Franck Kreisel weiter auf dem Riehenring, geradeaus an der Messe CH vorbei zum Riehenring-Kreisel und weiter zum Wettsteinplatz.
Seitlich von der überaus breiten Verkehrsfläche, zum Teil abgetrennt in einer separaten Spur auf dem breiten Trottoir. Links und rechts der Messe CH ist ein Velofahrweg einzurichten. Dieser ist auch abgetrennt auf der „Gastro-Meile“ als separate Velospur zu erstellen, an Stelle der Betonelemente miteinzubeziehen. Dies ist in die Planung mit dem Neubau der Messe CH auf der Seite der Messe. Auch über den Messeplatz ist in beiden Richtungen eine richtige Velospur zu markieren, und nicht wie heute eine freie Fahrt quer über den Platz, welche während der Messen illusorisch ist und Messebesucher und Velofahrer irritiert.

Zusammenfassung:

Leider hat man es bei der Neugestaltung des Riehenring unterlassen, die Velowege einzuplanen (damals eine der breitesten Strassen der Stadt Basel). Heute zeigt sich dem aufmerksamen Betrachter, dass sehr viele Velofahrer einen sicheren Veloweg entlang des Riehenring suchen, sei es über die Tramgeleise, vom Riehenring-Kreisel direkt vorbei auf der Seite der Messe CH, hinter dem Tramhaus und dem Restaurant Escale vorbei, etc. etc.
Über den Sinn der Betonelemente an der „Gastro-Meile“ mit ihren spitzen Teilen gegen die Strassenbenützer haben sich schon einige Gedanken gemacht. Ohne diese Elemente ergäbe sich der ideale Fahrstreifen für einen sicheren Veloweg separat von der Strasse, wie ich mir dies an vielen Orten in Basel wünsche. Dies geht auch anderswo in Basel, Beispiel Wettsteinbrücke, Dreirosenbrücke, Grenzacherstrasse, Riehenring bei Thomi Frank, etc.
Zur Ausführung der Projekte muss in beiden Varianten investiert werden.

Ruedi Wenger, CVP Themenleader Verkehr

Artikel aus dem Vogel Gryff vom 15.August 2008 zum Thema als pdf-Datei

 

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